Garten Burg Ravensberg

Auf Burg Ravensberg hat es im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte mit großer Wahr­scheinlichkeit immer einen Garten gegeben. In den Ursprüngen der Burg handelte es sich sicherlich nur um einen kleinen Garten mit Kräutern für die tägliche Küche und mit ein paar Rosen und Lilien, den Blumen des Adels.

Nach der Restaurierung der verfallenen Burg im 19. Jahrhundert und dem Einzug einer Försterfamilie in das Schinkelsche Forst-/Gasthaus wurde ein Bauerngarten angelegt, der die neuen Bewohner mit Gemüse und den üblichen Bauernblumen versorgte. Nachdem der letzte Förster die Burg verlassen hatte, verwilderte der Garten und war am Ende von Sträuchern, dornigen Ranken und Waldbäumen überwuchert.

An derselben Stelle hat die Stiftung Burg Ravensberg in den vergangenen Jahren einen Garten gestaltet, der eine gelungene Mischung aus Stauden, Kräutern und Rosen darstellt. Die Beete sind von niedrigen Bruchsteinmauern eingefasst, die zusammen mit den Resten der Ringmauer auf der Nord- und Nordostseite des Gartens zahlreichen Schmetterlingsarten als Sonnen- und Ruheplatz dienen. Brennnesseln, Disteln, Brombeeren, Fenchel, wilde Möhren und die Sträucher an der Südostbegrenzung des Gartens und in dessen unmittelbarer Nachbarschaft sind nur einige der lebensnotwendigen Fraßpflanzen für eine Vielzahl von Tag- und Nachtfaltern und ihre Raupen, so dass der Garten von vielen und zum Teil seltenen Schmetterlingen aufgesucht wird. Zu ihnen gehören bekannte Arten wie Admiral, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs, aber eben auch Kaisermantel, Schwalbenschwanz und Taubenschwänzchen.

Im vorderen Bereich des Gartens steht ein Backhäuschen mit Lehmofen aus dem frühen 18. Jahrhundert, dass einst vom Verfall bedroht war, doch durch die Stiftung Burg Ravensberg von seinem ursprünglichen Standort transloziert und mit viel Liebe zum Detail an seinem jetzigen Platz wieder aufgebaut wurde. Eine besondere Attraktion ist auch das dem Garten vorgelagerte Brunnenhaus, das mit seinem original erhaltenen Tiefbrunnen aus dem Mittelalter in dieser Form einzigartig in ganz Deutschland ist. Mit dem hölzernen Tretrad können die Gäste ganz wie vor fast 1.000 Jahren frisches, klares Wasser aus der Tiefe des Ravensberges holen. Für Kinder gibt es außerhalb des Gartens zudem eine kleine Spielfläche.

TERMINE

Sonntag, 11. Juni 2017
11.00 Uhr – 18.00 Uhr

Eintritt: 3,00 EUR inkl.
Besichtigung Brunnenhaus

ADRESSE

Stiftung Burg Ravensberg
Burg Ravensberg 1
33829 Borgholzhausen

Telefon: 05425/933544
Telefax: 05425/954444

eMail: kontakt@burg-ravensberg.de
Web: www.stiftung-burg-ravensberg.de

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